| 73. Historisches Murtenschiessen Zur Erinnerung an die Schlacht bei Murten Für die Aarauer Teilnehmer/Innen begann das Murtenschiessen bereits am Vortag. Beinahe wäre das obligate Training buchstäblich ins Wasser gefallen. Ausgerechnet als der verantwortliche Schützenmeister die Übungsscheiben montieren wollte, wurde er von einem fürchterlichen Regen überrascht, was zum Glück nur seine Arbeit erschwerte, aber nicht verhindern konnte. Die teils sehr guten Trainingsresultate machten die Zusammenstellung der Gruppen nicht einfach. Wer, warum, wieso – alles Wurst – ein Murtenkranz muss her! So konnten die Aarauer gut vorbereitet nach Murten reisen. Bei der Scheibenauslosung war der verantwortliche Aarauer noch alleine und der vertraute auf seine manchmal magischen Hände. Mit den Ablösungen 2 und 9 war er zufrieden und mit dieser frohen Kunde konnte der Festzug vom Städtchen Murten aufs "Bodemünzi" beginnen. Rechtzeitig trafen auch die restlichen Schützen und Schützinnen ein und konnten die ausgeloste Murtenscheibe ansehen und sich über eventuell anzubringende Korrekturen unterhalten. Pünktlich um 09.00 Uhr begrüsste der Präsiden der Murten-Kommission, Anton Henninger, mit seiner gewohnt resoluten Stimme die anwesenden Gäste und die grosse Schützengemeinde aus der ganzen Schweiz. Dem Feldprediger, Fritz Satorius, konnte ein längst gehegter Wunsch erfüllt werden. Die Familie Dick liess ihr Kind Leana auf dem "Bodemünzi" taufen. Für eine eventuelle Taufe im nächsten Jahr, stellt die Murten-Kommission den Paten (Aarauer – denkt an diese Offerte!). Um 10.00 Uhr fielen die ersten Schüsse und auch die erste Gruppe aus Aarau musste sicht zur Laufkontrolle einfinden.
Die Temperatur betrug bereits 32 Grad und die Schiessbekleidung sorgte auch nicht für Kühlung. Abmarsch zum Schiessplatz,
deponieren der Sportgeräte, einrichten, laden, Feuer frei lauteten die Kommandos. Die Sonne schien den Schützen direkt
ins Gesicht und so musste man sich besonders gut auf die zugeteilte Scheibe konzentrieren. Nach 4 Minuten war alles
vorbei und das grosse Warten auf die Scheibenbilder begann. Wer bei dieser Affenhitze noch ein Feuer entfacht, muss wohl verrückt sein! Das Endprodukt, die saftigen Steaks vom Metzger aus Oberkulm, gebraten von Armin mundeten hervorragend. Das Dessert aus einer Aargauer Küche, aus aargauischen Produkten, leitete bereits das Ende zweiten Teils ein. Zuerst wurde der Platz fein säuberlich aufgeräumt und die vielen mitgebrachten Utensilien wieder verpackt. Dann wurde das "Bodemünzi" in Richtung Murtensee verlassen. Dieser brachte endlich die ersehnte Abkühlung. Der letzte Teil, das Absenden, war wie jedes Jahr sehr spannend. Auf dem Schulhausplatz wurde gewartet, mit viel Hoffnung
auf ein Kranzresultat, aber der neue Schützenmeister machte es wie sein Vorgänger sehr spannend. Ein neues "Murtenfähnli",
gestiftet von der Burgergemeinde Murten, stand zur Verfügung. Wurde es von einem Verein zum ersten, zum zweiten oder
sogar zum dritten Mal gewonnen? Zum dritten Mal und bereits wieder für ewig vergeben ist also das neue "Fähnli". Wer
kommt dafür in Frage? Sieben Vereine konnten sich Hoffnung machen. Die Gruppe schoss in der ersten Ablösung und so wurde
der Kreis wiederum eingeengt. Wer hat das neue Höchstresultat von 315 Punkten geschossen? Die diesjährige Scheibe wurde
letztmals 1993 eingesetzt. Die Gruppe "Petinesca" von den Feldschützen Worben, war der glückliche Gewinner mit 12 Punkten
Vorsprung auf die zweitplazierte Gruppe. Ulmiz, Salvenach, Aefligen, Galmiz, Liebisdorf, Gurmels, Süri, Kerzers, Wünnewil,
Gerolfingen, Courlevon, Thörishaus, alles Vereine aus der unmittelbaren Umgebung von Murten, welche am Morgen noch auf
ihren Heimständen trainieren können. Wer einen Sonntag bei Sport, Kameradschaft, Spannung und auch Fröhlichkeit erleben will, der merke sich folgendes Datum:
Sonntag, den 27. Juni 2006, dann findet nämlich das nächste Murtenschiessen statt. >Rangliste Murtenschiessen 2005 A. Flubacher, 2. Schützenmeister |